Projekt verstehen

IncluLearn.AI

IncluLearn.AI untersucht, wie visuell geprägte MINT-Lehrmaterialien so semantisch erschlossen werden können, dass daraus überprüfbare und unterschiedliche barrierefreie Repräsentationen entstehen.

Ausgangsproblem

MINT-Inhalte sind mehr als Bilder mit Alt-Text

Diagramme, mathematische Ausdrücke, Schaltungen, Tabellen, Plots und andere technische Darstellungen tragen fachliche Struktur. Eine kurze Bildbeschreibung reicht deshalb häufig nicht aus, um dieselbe Information zugänglich, navigierbar und didaktisch sinnvoll bereitzustellen.

Das Projekt betrachtet Barrierefreiheit deshalb nicht als nachträgliches Exportproblem, sondern als Frage danach, wie fachliche Bedeutung zuverlässig erfasst, geprüft und in passende Darstellungen überführt werden kann.

Ansatz

Semantic first: erst Bedeutung prüfen, dann Darstellungen erzeugen

Der Kernansatz trennt die fachliche Semantik von einzelnen Ausgabeformen. Eine geprüfte semantische Grundlage soll später mehrere zugängliche Darstellungen ermöglichen, ohne dieselbe fachliche Interpretation für jedes Format neu durchführen zu müssen.

  1. 1. Ausgangsmaterial verstehenDokumentstruktur und relevante MINT-Artefakte erkennen.
  2. 2. Semantik rekonstruierenObjekte, Relationen, Werte und fachliche Struktur explizit modellieren.
  3. 3. Menschlich prüfenUnsicherheiten sichtbar machen, korrigieren und fachlich freigeben.
  4. 4. Passende Repräsentationen erzeugenZum Beispiel strukturierter Text, Mathematikrepräsentationen, Audio oder taktile Ausgaben – abhängig von Inhalt und Nutzungskontext.

Nutzer- und Stakeholderperspektiven

Für wen das Projekt relevant ist

Die konkrete Anforderungsanalyse wird im Projekt weiter validiert. Bereits betrachtet werden mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Arbeitsabläufen und Qualitätsanforderungen.

Blinde und sehbehinderte Lernende

Benötigen verständliche, navigierbare und mit ihren Hilfsmitteln nutzbare Zugänge zu fachlich komplexen Lehrmaterialien.

Lehrende und Materialautor*innen

Müssen bestehende Materialien aufbereiten oder neue Inhalte von Anfang an zugänglicher gestalten können.

Medienzentren und Umsetzungsdienste

Bringen professionelle Erfahrung in fachlicher Adaption, Qualitätssicherung und unterschiedlichen Zielmedien ein.

Hochschulische Accessibility- und E-Learning-Stellen

Sind wichtig für institutionelle Workflows, Lernplattformen, Prüfungen und nachhaltige Integration.

Newsroom

So kannst du den Projektstand verfolgen

Die vier Rubriken trennen Projektentwicklung, wissenschaftliche Einordnung, Transfer und öffentliche Aktivitäten. Dossiers fassen größere Zusammenhänge zusammen.

Projektfortschritt

Was im Projekt fachlich und technisch konkreter wird – von Nutzerbedarfen und Anforderungen bis zu Prototypen, Evaluation, Governance und Diensten.

Forschungsradar

Forschung, Standards und Methoden, die für barrierefreie MINT-Lehrmaterialien, semantische Rekonstruktion und multimodale KI relevant sind.

Tools & Transfer

Werkzeuge, Standards, offene Technologien und Transferfragen, die Forschungsergebnisse in nutzbare Praxis überführen können.

Für Beirat und Partner

Offene Fragen sind Teil der Dokumentation

Der Newsroom soll nicht nur fertige Ergebnisse präsentieren. Bei fachlich geeigneten Themen machen Beiträge auch sichtbar, welche Annahmen noch validiert werden müssen und wo Rückmeldung aus Praxis, Lehre oder Accessibility-Arbeit besonders hilfreich ist.

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